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Werkzeuge schützen und Kosten minimieren

12.02.2016

Aus aktuellem Anlass habe ich zum Thema "Werkzeuge schützen" einen BLOG Beitrag verfasst.

Reklamation eines Kunden

Letzte Woche erreichte mich eine E-Mail eines Kunden, in der er zwei Vollhartmetall Werkzeuge reklamiert hat, die von uns kurz zuvor geschliffen und beschichtet wurden. Seiner Aussage nach sollen die Ausbrüche nach dem Beschichten entstanden sein.

Ein Foto der Fräser hat er gleich zur Verfügung gestellt.

Sogleich habe ich mich mit unseren Partnern aus dem HPW-Expertenpool in Verbindung gesetzt um der Sache auf den Grund zu gehen. Nach intensiver Prüfung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Fräser schon feinste Mikrorisse im Hartmetall hatten, bevor Sie zum Schleifen geschickt wurden.

Da die Risse optisch nicht zu erkennen waren, und auch beim Nachschleifvorgang nicht aufgefallen sind, müssen die Ausbrüche also schon vorher im Material gewesen sein. Unsere Vermutung ist nun, dass die Ausbrüche beim Beschichten passiert sein müssen.

Beim Beschichtungsvorgang werden die Fräser einer Temperatur von ca. 400° - 500° Celsius ausgesetzt, was dann wohl zum Abplatzen des Hartmetalls geführt hat. Somit konnte ich weder unserem Partner aus der Schleiferei noch dem Beschichtungsunternehmen einen Vorwurf machen.

Wie entstehen eigentlich Mikrorisse?

  • im Werkstattalltag werden die VHM Fräser nicht immer sanft behandelt
  • durch Aneinanderschlagen der Schneiden bei Transport und Lagerung
  • nicht fachgerechter Einsatz auf der Maschine

Wussten Sie,

  • dass diese Risse oft tiefer ins Hartmetall gehen als die Schicht, die beim Nachschleifen entfernt wird?
  • dass das Material des geschliffenen Werkzeugs unter der Belastung ausbröckelt und sich dadurch die Standzeiten verkürzen?

Werkstattalltag

Bei meinen Gesprächen vor Ort bei den Kunden treffe ich häufig auf Situationen, die mich schon sehr wundern. Die Lagerung der Werkzeuge entspricht selten dem, was man unter Ordnung und Sauberkeit versteht.

So sehen die Schubladen von vielen Betrieben aus:

Nicht selten werden die Fräser auch so aufbewahrt:

Das Paradoxe an der Sache ist, dass beim Einkauf der Neuwerkzeuge stark auf den Preis geachtet wird, während im Alltag durch falsche Handhabung das Geld quasi "aus dem Fenster geworfen wird".

Werkzeuge die nicht pfleglich behandelt werden, erleiden unsichtbare und sichtbare Beschädigungen, die eine häufigere Nacharbeit und damit auch höhere Folgekosten verursachen. Auch daran, liebe Leserinnen und Leser, sollten Sie bei der Ermittlung Ihrer monatlichen Kosten und Ausgaben denken.

Was Sie tun können

Die Werkzeuge

  • in einer Schublade in separaten Fächern lagern
  • falls dies nicht möglich ist, in einer ordnungsgemäßen Verpackung aufbewahren (z. B. einer Kunststoffhülle oder einem Netz)
  • die Werkzeuge frühzeitig zum Nachschleifen geben

Werkzeuge optimal nutzen

Von der Anschaffung über den optimalen Einsatz, über das Nacharbeiten, der richtigen Lagerung, bis hin zur Wiederbeschaffung. Da häufig auch Werkzeuge beim Transport beschädigt werden, bietet sich eine spezielle Transportbox an. Der Vorteil dieser Box besteht darin, dass die Werkzeuge optimal geschützt und übersichtlich gelagert werden können. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Werkzeuge mit Paketdiensten versendet werden. Bedauerlicherweise gehen diese Dienstleister nicht zimperlich mit Pakten um – eine weitere Gefahrenquelle für Beschädigungen!

Wenn Sie Fragen zum Thema Werkzeuge schützen und Kosten minimieren haben, oder eine intensivere Unterstützung möchten, dann rufen Sie uns unter 0 22 33/80 80 770 an oder schreiben eine Mail an info@hpw-gmbh.de

 

 

 

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